Jaroma®-Kohl-Herkunft
Gemüse mit Tradition – die Geschichte des Kohls

Der Weißkohl (Brassica oleracea), auch Weißkraut, Weißkabis, Kappes, Kaps, Kappus, Kabis oder Kraut genannt, ist eine Variante des Kopfkohls und ein Gemüse, das vor allem im Herbst und Winter Saison hat. Aus ihm lassen sich deftige Eintöpfe, Krautkuchen, Kohlrouladen oder Salate herstellen.


Auch bekannt als „Arzt des kleinen Mannes", rühmt sich der Weißkohl, das älteste und populärste Blattgemüse der Welt zu sein. Schon die alten Römer wussten die gesunden Qualitäten des Kohls zu schätzen. Findigen römischen Bauern gelang es, dem kargen Kohlgewächs durch Züchtung und Auslese zu einem üppig beblätterten "Kopf" zu verhelfen, den sie "caput" nannten...
Aus dieser Bezeichnung ist der heutige Begriff "Kappes" abzuleiten.

 

Nach und nach züchtete man aus diesem Gemüse die verschiedensten Sorten, die nicht nur als gesunde Gaumenfreuden, sondern auch als Arzneimittel begehrt waren. Heute noch werden in der Naturheilkunde Umschläge aus weich gepressten rohen Kohlblättern gegen verschiedene Beschwerden angewandt. Auch bei der Zubereitung war man darauf bedacht, das Gemüse schonend zu behandeln, um seine wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. So wurde von den Ärzten empfohlen, die Kohlgerichte nur heißzumachen und nicht lange oder gar mehrmals zu kochen. Leider wurde dieser Rat im Lauf der Zeit vergessen und Kohlgerichte in der Vergangenheit förmlich "kaputtgekocht". Kohl wird dadurch unansehnlich und andererseits gehen viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Zudem passt es ihm ganz und gar nicht, mit reichlich fettem Speck oder Schmalz angereichert zu werden, was hierzulande lange "gute" alte Tradition war. Es ist an der Zeit, die neue Art der schonenden Zubereitung von Kohlgemüse zu praktizieren und es richtig zu genießen ...


Kohl präsentiert sich in sehr verschiedenen Formen. Blätterkohl: Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Grünkohl, Chinakohl und Paksoi Rosenkohl essbare Blüten: Brokkoli und Blumenkohl. Die Heilkraft der Kohlpflanzen kannte man bereits in der Antike.


Die heutige Ernährungswissenschaft und Medizin haben den hohen Gesundheitswert aller Kohlsorten inzwischen bewiesen. Eine ausgewogene Mischung von wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sowie der Reichtum an Ballaststoffen machen alle Kohlgewächse zu einem besonders gesunden Gemüse. Beachtenswert ist auch der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Diese Bestandteile, die in der Pflanze in Form von Farbe, Geschmack, Duft und Zellstruktur zur Vermehrung, zum Wachstum sowie zum Selbstschutz gegen Schädlinge und Krankheiten vorhanden sind, kommen auch dem Menschen zugute und üben Schutzfunktionen aus. Vor allem sind es die Glucosinolate, deren Abbauprodukte gegen Bakterien und Tumorbildung wirken und der Gefahr von Herz - Kreislauferkrankungen vorbeugen können.

 

Besonders reich sind Kohlgewächse an unverdaulichen Ballaststoffen. Sie sättigen ohne Kalorien zu liefern, daher auch ideal für Reduktionskost, und sorgen für eine gute Verdauung. Man muss allerdings bedenken, dass der Gehalt an Inhaltsstoffen je nach Erntezeit, Witterung, und Lagerung schwankt. Generell gilt also, je frischer das Gemüse ist, umso größer ist sein Gehalt an Nährstoffen.